Es ist nicht leicht, seiner eigenen Heimat den Rücken zu kehren und Freunde und Familie hinter sich zu lassen. Viele unterschiedliche Menschen, die in über 70 Jahren hier im Wohnheim ankamen, teilen diesen schwierigen Entschluss. Auch den drei Personen, die Ihr eben gehört habt, ging es so.
Egal ob sie in den 50er Jahren aus der DDR geflohen sind, ab den 60er Jahren, als sogenannte Aussiedlerinnen hier ankamen, oder ob sie ganz aktuell ihre Heimat verlassen mussten und nach Deutschland hergekommen sind.
Im Wohnheim das sich direkt nebenan zum Museum befindet leben heute rund 750 Menschen, die aus Krisengebieten weltweit geflohen sind. Ich bin auch eine von ihnen. Mein Name ist Silin, ich bin 16 Jahre alt und ich lebe seit 2015 hier.. Ich wohne also mein halbes Leben hier im Übergangswohnheim Marienfelde. Wenn Ihr mehr über mich wissen wollt, könnt Ihr am Ende dieser Station mein Video antippen.
Die Geschichte und die Spuren des Ortes führen uns erstmal in die 1950er Jahre. Damals kamen täglich tausende Menschen aus der DDR in West-Berlin an. Sie kehrten der Diktatur den Rücken und hofften auf eine bessere Zukunft. Wir sehen uns gleich die Stelle an, wo die Menschen damals ankamen.
Dazu gehen wir wieder nach draußen. Auf dem Rasen links steht ein Koffer. Geht dorthin und ja, Ihr dürft die Rasenfläche betreten.
Während Ihr raus geht, gebe ich Euch eine kurze Anleitung zur Tour: Ihr werdet durch 12 Stationen geführt, die sich innerhalb der Ausstellung „Flucht im geteilten Deutschland“ befinden. Für die Tour haben wir an einigen Stellen die Ausstellung verändert. Es gibt neue Objekte und Installationen zum Thema Flucht heute. Ihr erkennt sie an den orangenen Markierungen.
Wir zeigen Euch den Weg und es gibt Pausen zum Ausruhen. Ihr könnt immer pausieren und Euch alles in Eurem Tempo angucken. Während die Erzählstimme spricht, könnt Ihr Euch die Materialien unten anschauen. Tippt einfach darauf. Beim Antippen von Fotos wird parallel dazu weitererzählt. Beim Antippen der Videos allerdings wird die Erzählstimme unterbrochen. Was ich erzähle steht übrigens auch als Text im Guide. Wenn Ihr Hilfe braucht, fragt unser Team am Empfang.