Flucht vor dem Mauerbau

Bis zum Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 verlassen rund 3 Millionen Menschen die DDR in Richtung Bundesrepublik. Nach der Abriegelung der innerdeutschen Grenze 1952 führt der Weg für die meisten von ihnen über das „Schlupfloch“ West-Berlin. Dort wird zwar kontrolliert, Grenzübertritte sind aber dennoch möglich.
Unter den vielen DDR-Flüchtlingen, die in den 1950er Jahren in West-Berlin Station machen, ist auch die Familie Nieske aus Mecklenburg. Auf getrennten Wegen kommen Christel Nieske, ihr Mann Hans Nieske und ihr zweijähriger Sohn im Februar 1953 in Berlin an. Im gleichen Jahr wird auch das Notaufnahmelager Berlin-Marienfelde als erste und zentrale Anlaufstelle für DDR-Flüchtlinge eröffnet.
70 Jahre nach der Flucht von Familie Nieske wollen wir mit einer kleinen Auswahl an Erinnerungstücken aus der Sammlung der Stiftung Berliner Mauer von dieser deutsch-deutschen Flucht- und Familiengeschichte erzählen. Damit erinnern wir zugleich an das 70-jährige Bestehen des Notaufnahmelagers, das nicht nur eine zentrale Rolle in der deutsch-deutschen Fluchtbewegung innehatte, sondern bis heute Schauplatz vielfältiger Migrationen ist.
Zuhause in Mecklenburg
Hochzeitsfoto

Elternhäuser
Gerahmte Fotos der Elternhäuser

Fluchtvorbereitungen
Manschettenknopf

Fluchtpunkt West-Berlin
Laufzettel

Das Notaufnahmelager Marienfelde
Postkarte Notaufnahmelager Marienfelde

Geburtstagsgeschenk
Kittelschürze

Anerkennung
Aufenthaltserlaubnis

Volksaufstand in der DDR am 17. Juni 1953
Röhrenradio

Ein Ort zum Bleiben
Quittung Grundstückskauf

Ein neues Zuhause
Finanzierungsplan Hausbau

Landwirtschaft im Nebenerwerb
Eierwaage

Angekommen
Dokument zur Beendigung des Siedlungsverfahrens

Migrationsgeschichten vor Ort entdecken!
Foto im Notaufnahmelager Marienfelde
